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[Bearbeiten] Westernreiten
Das Westernreiten ist eine aus dem amerikanischen stammende Reitweise, die sich an den Erfordernissen der Arbeit zu Pferde anlehnt, zu der es Prüfungen in unterschiedlichen Disziplinen und Schweregraden gibt. Die Disziplinen sind u. a. Western Pleasure, Westernhorsemanship, Trail, Westernriding, Reining, Superhorse, Hunter under Saddle, Hunt Seat Equitation, Hunter Hack, Pleasure Driving, Cutting, Working Cowhorse, Team und Cattle Penning, Pole Bending und Barrel Racing. Außerdem gibt es folgende Westernreit- bzw. Zuchtverbände: EWU (Erste Westernreiter Union), AQHA (American Quarter Horse Association), DQHA (Deutsche Quarter Horse Association), NSBA (National Snaffle Bit Association), APHA (American Paint Horse Assn.), PHCG (Paint Horse Club Germany), ApHC (Appaloosa Horse Club), ApHCG (Appaloosa Horse Club Germany), NRHA (National Reining Horse Association), NCHA (National Cutting Horse Association), GTPA (German Team Penning Association) und weitere, kleinere Verbände. Die beliebtesten Westernpferde sind Quarter Horses, Paint Horses und Appaloosas, wobei sich auch immer mehr andere Rassen (z. B. Haflinger) immer größerer Beliebtheit erfreuen.
[Bearbeiten] Westernpferd und -ausrüstung
Die Westernpferde werden speziell auf die Anforderungen dieser Reitweise gezüchtet. Es werden Pferde mit einer Widerristhöhe von 145 bis 155cm und einem „quadratischen Rahmen“ bevorzugt. Es können aber auch alle anderen Pferde- und Ponyrassen im Westernstil ausgebildet und geritten werden. Der Sattel mit Horn und hohem hinteren Rand (cantle) bietet auch bei schnellen Wendungen eine große Sicherheit; die Zügel sind meist offen, damit sie sich nicht am Horn verheddern. Ein Bit (mit der in der englischen Reitweise (ein von Westernreitern verwendeter Sammelbegriff für verschiedene, in Europa gebräuchliche Reitstile) benutzten Kandare vergleichbar) sollte auch in dieser Reitweise erst von fortgeschrittenen Reitern benutzt werden. Es wird einhändig geritten (auf Turnieren ab 6-jährigem Pferd vorgeschrieben). Das sogenannte Snaffle Bit (gebrochenes Gebiss - Wassertrense) wird beidhändig geritten. Oft anzutreffen sind auch gebisslose Zäumungen wie zum Beispiel die Western-Hackamore (bestehend aus Bosal, Mecate und der Bridle) oder das Sidepull (= Lindel).
Die Pferde müssen möglichst eigenständig arbeiten und auf kleinste Gewichts- und Schenkelhilfen reagieren. Daher kommt die Einhändige Zügelführung (Neck-Reining), da der Cowboy oder der Vaquero oft eine Hand frei haben muss. Diese Zügelführung wird allerdings nur in Verbindung mit einer „Westernkandare“ (Bit), einem Gebiss mit unterschiedlichen Mundstückvariationen, aber immer mit Anzügen, benutzt.
Bekannte Pferderassen fürs Westernreiten sind Vollblutaraber, American Quarter Horse, Paint Horses oder Appaloosas. Jedoch kann man mit fast jedem Pferd das Westernreiten trainieren. In Europa haben sich vor allem die Haflinger als „Alpenquarter“ (augenzwinkernd liebevolle Bezeichnung unter Westernreitern) und die Freiberger einen guten Namen im Westernsport gemacht.
[Bearbeiten] Reitweise
Von einfachem Reiten in den Grundgangarten bis hin zur hohen Schule - im Englischen Reitstil: Dressur - ist auch beim Westernreiten eine große Bandbreite des Könnens vorhanden, beeinflusst von der Iberischen Reitweise, die als Ursprung jeder Reitkunst bezeichnet werden kann. Im Gegensatz zum Englischen Reitstil sind Westernpferde darauf trainiert, bei einem Impuls - zum Beispiel der Hilfe zum Antraben - zu reagieren und dann ohne weitere Einwirkung des Reiters in diesem Tempo zu bleiben. Im Englischen Reitstil wird dagegen auch nach der Hilfe zum Tempowechsel weiterhin mit Schenkeln, Kreuz und Zügeln permanent eingewirkt. Im Rahmen der Ersten Westernreiter Union (EWU) gibt es eine Ausbildungsskala als Zielvorgabe.
Die Pferde müssen möglichst eigenständig arbeiten und auf kleinste Gewichts- und Schenkelhilfen reagieren. Daher kommt die typische einhändige Zügelführung (Neck-Reining), da der Cowboy oder der Vaquero oft eine Hand frei haben muss. Diese Zügelführung wird allerdings nur in Verbindung mit einer „Westernkandare“ (Bit), einem Gebiss mit unterschiedlichen Mundstückvariationen verwendet.
Spektakuläre Stopps (Sliding Stop), bei denen das Pferd mit der Hinterhand fast auf dem Boden „sitzt“ und mit den Vorderbeinen weiterläuft, oder schnelle Drehungen (Spins) um die Hinterhand, verbunden mit rodeomäßiger Atmosphäre und Cowboykleidung, prägen das Bild vom Westernreiten. Allerdings gibt es auch hier Regeln, wie Reiter und Pferd bei einem Turnier ausgestattet sein müssen. Das variiert von Disziplin zu Disziplin. Hut, Jeans und Stiefel gehören immer dazu. Genau wie bei anderen Reitweisen gilt es aber auch beim Westernreiten, eine solide Ausbildung zu bekommen und sein Können permanent zu verbessern. Das bedeutet, wie bei jeder anderen Reitweise auch, in erster Linie das Üben von Basiselementen und nicht das Reiten von Show-highlights, die, falsch geritten, zudem schnell den Pferden gesundheitliche Schäden zufügen können.
Viele Westernpferde haben ähnlich angenehm zu sitzende Gangarten wie Isländer, oder Paso Finos. Allerdings sind das nur besonders langsame und flache Varianten der drei „normalen“ Grundgangarten, wie sie bei der Turnierdisziplin Pleasure gezeigt werden, nicht etwa ein Tölt oder Pass. Da das Westernreiten viele Elemente aus der Arbeit zu Pferd übernommen hat, liegt der Schwerpunkt bei allen Bewegungen darin, sowohl dem Pferd als auch dem Reiter die geforderte Übung über eine möglichst lange Zeit - im Idealfall den ganzen Tag - zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es aber auch spezielle Gangpferde-Rassen, wie das Tennessee Walking Horse, die speziell wegen ihrer leicht zu sitzenden Gangarten gezüchtet werden.
[Bearbeiten] Rassen
[Bearbeiten] Quarter Horses
Das American Quarter Horse (auch Quarter Horse) ist mit über 4,6 Millionen registrierten Pferden die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt.
[Bearbeiten] Exterieur
Kurzer edler Keilkopf mit kleinem Maul, kleinen beweglichen Ohren und großen Augen, ausgeprägte Ganaschen- und Stirnmuskeln, breite Stirn; mittellanger Hals mit kurzer Oberlinie und langer Unterlinie, leicht im Genick mit ausreichender Ganaschenfreiheit, im Rechteckformat stehend mit guter Sattellage; ausgeprägte schräge Schulter, gut ausgeprägter Widerrist, mittellanger Rücken mit kräftiger Lendenpartie, lange, schräge, gut bemuskelte Kruppe mit tief angesetztem Schweif, viel Gurttiefe, kräftige Brust mit guter Bemuskelung; Fundament korrekt und zum Pferd passend, kurze Röhrbeine, ausgeprägte Gelenke, harte mittelgroße Hufe, gut bemuskelter Unterarm und Schenkel.
Aktuell werden zwei verschiedene Typen der Quarter Horse gezüchtet. Der eine Typ immer noch kompakt und flexibel. Dieses Pferd wird für Reining und Cutting Disziplinen eingesetzt. Der zweite Typ ist groß, schmal und lang. Geeignet für Pleasure, Horsemanship und Hunter Disziplinen.
[Bearbeiten] Farben
Alle Farben kommen vor, seit 2004 können auch cremello geborene Quarter Horses bei der American Quarter Horse Association registriert werden, vorausgesetzt beide Elternteile sind registrierte Quarter Horses, nachgewiesen durch eine Genotypisierung beider Eltern und des Fohlens. Ist ein Elternteil ein Paint Horse, so kann das Fohlen nur bei der American Paint Horse Association als Paint Horse registriert werden. Ausgedehnte Abzeichen gelten jedoch nach wie vor als unerwünscht und nicht charakteristisch für die Rasse.
Besonders typisch ist die Fellzeichnung „Buckskin“. Der Begriff kommt aus dem amerikanischen und bedeutet soviel wie „Falbe“. Diese Bezeichnung hat sich in der Zucht des Quarter Horses etabliert. Auf den ersten Blick sind diese Pferde schlicht sandfarbend. Sie weisen jedoch eine Menge unterschiedlicher Schattierungen und Abzeichen auf. Die Farbvarianten reichen von gelb oder gold mit schwarzen Abzeichen. Die Farbe „grullo“ (dunkelbeige) weist ein Aalstrich und teilweise auch Zebrastreifen und Schattierungen auf. Weiße Abzeichen sind ungern gesehen und sind nur unterhalb des Karpal- bzw. Sprunggelenkes erlaubt. Die vorherrschende Farbe ist sorrel (Fuchs, 30 %). Häufig sind auch die Farben bay (Brauner, 20 %) und chestnut (Schweißfuchs, 10 %) sowie seltener Rappen und Schimmel.
Die AQHA kennt 17 verschiedene Fellfarben (übersetzt aus: Reference Chart Color & Markings der AQHA):
- Sorrel (Fuchs): Rötliches oder Kupferrotes Fell. Mähne und Schweif sind normalerweise in derselben Farbe, können aber auch flachsblond sein. Aalstriche sind möglich.
- Black (Rappe): Schwarzes Fell ohne helle Stellen, sowie schwarze Mähne und Schweif.
- Bay (Braun): Fellfarbe von braun über rot bis hin zu rötlich-braun. Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz. Aalstriche sind möglich.
- Brown (Dunkelbrauner oder Schwarzbrauner): Braunes oder schwarzes Fell mit hellen Stellen an Maul, Auge, Flanke und an der Innenseite der Oberschenkel. Mähne, Schweif und Hüfte sind schwarz.
- Blue Roan (Rappe mit Stichelhaaren): Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitliche Mischung von weißen und schwarzen Haaren (Stichelhaar). Wobei Kopf und Unterschenkel dunkel sind. Es können einige rote Haare in der Mischung enthalten sein.
- Grullo (Mausfalbe): Das Fell ist rauchgrau oder mausfarben (kein Stichelhaar bzw. eine Mischung von weißen und schwarzen Haaren wie beim Blue Roan, sondern jedes einzelne Haar ist grau). Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz. Normalerweise mit Aalstrich.
- Bay Roan (Braun mit Stichelhaar): Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitlichen Mischung von weißen und braunen Haaren (Stichelhaar) auf dem Großteil des Körpers. Der Kopf ist dunkler, normalerweise braun, kann aber auch einige schwarze Stichelhaare haben. Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz.
- Red Roan (Fuchs mit Stichelhaar): Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitliche Mischung von weißen und roten Haaren (Stichelhaar). Wobei Kopf und Unterschenkel rot sind. Mähne und/oder Schweif sind rot oder flachsfarben.
- Chestnut (Schweißfuchs): Die Fellfarbe ist dunkelrot oder rotbraun. Mähne und Schweif sind normalerweise ebenfalls dunkelrot oder rotbraun, können aber auch flachsfarben sein. Mähne und Schweif können schwarz sein, aber die Unterschenkel sind rot. Aalstriche sind möglich.
- Red Dun (Fuchsfalbe): Ein Dun mit gelber Farbe oder Fleischfarben. Mähne und Schweif sind rot, rötlich, flachsfarben, weiß oder gemischt. Der Aalstrich ist rot oder rötlich. Normalerweise mit roten/rötlichen Zebrastreifen an den Beinen oder Querstreifen über dem Widerrist.
- Dun (Falbe): Gelbliches bis goldenes Fell mit schwarzer oder brauner Mähne und Schweif und Aalstrich. Normalerweise auch mit Zebrastreifen an den Beinen oder Querstreifen über dem Widerrist.
- Palomino (Isabell): Die Fellfarbe ist gold-gelb. Mähne und Schweif sind weiß. Ohne Aalstrich.
- Gray (Schimmel): Eine Mischung von weißen und andersfarbigen Haaren. Bei der Geburt haben die Fohlen abgesehen von Abzeichen kein Weiß und werden mit dem Alter immer heller, bis sie völlig weißes Fell haben.
- Buckskin: Gelbliches bis goldenes Fell mit schwarzer Mähne, Schweif und Unterschenkel. Ohne Aalstrich.
- Cremello (Weißisabell): Das Fell ist weiß oder leicht cremefarben. Mähne und Schweif sind ebenfalls weiß. Die Haut ist am ganzen Körper rosa bis blassrosa. Die Augen sind blau.
- White (Dominant weißes Pferd): Weißes Fell auf rosa Haut. Die Augen sind dunkel. Kleine dunkle Flecken können auf der Haut sein, sind aber normalerweise nicht begleitet von farbigem Haar. Manche „white“-Pferde können geflemmt sein, d. h. sie haben an manchen Stellen farbige Flecken, normalerweise vermischt mit weißen Haaren.
- Perlino: Weiße oder leicht cremefarbenes Fell. Mähne und Schweif haben meist einen dunkleren Farbton – blass-kupferrot oder -orange. Die Haut ist am gesamten Körper rosa bis blassrosa. Die Augen sind blau.
[Bearbeiten] Interieur
Intelligentes, sehr freundliches Wesen, sensibel, aber überaus nervenstark, leicht trainierbar, lernfähig und muskulös.
[Bearbeiten] Zuchtgeschichte
Pferde waren auf dem amerikanischen Kontinent ausgestorben, bevor die Konquistadoren sie wieder importierten. Die Spanier und Portugiesen brachten Araber, Berber und andalusische Pferde ins heutige Mexiko. Mit den großen Siedlerströmen im 17. und 18. Jahrhundert trafen auch deren typische Pferderassen ein: Irische Ponys, englische Vollblüter, aber auch Percherons und andere.
Aus der Kombination dieser Rassen und den Abkömmlingen der spanischen Pferde entstand das American Quarter Horse, eine in Typ und Charakter unverwechselbare Pferderasse.
Der Name leitet sich von den Quarter Mile Races ab, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in den Städten der Südstaaten populär waren. Dabei handelte es sich um Rennen, bei denen einfach die Hauptstraße über eine etwa 440 yards (ca. 400 m) lange Strecke abgesperrt wurde und zwei Pferde gegeneinander antraten (Match Race).
Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine wesentliche Rolle. Nur die härtesten und leistungsfähigsten Tiere bestanden im täglichen Kampf ums Überleben. Sie waren unerlässliche Partner der Cowboys, zogen aber auch den Pflug des Farmers oder am Sonntag die Kutsche zur Kirche, um anschließend ausgespannt zu werden und ein Rennen zu laufen. Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit wurde zu einem wesentlichen Merkmal, das die Rasse bis heute beibehalten hat.
Das klassische, muskulöse aber schnelle und wendige Quarter Horse wird heute als „stock type“ bezeichnet. Seine spätere Spezialisierung hat zu mehr oder weniger deutlich davon abweichenden Typen geführt. Sie werden nach den entsprechenden Turnierdisziplinen des Westernreitens benannt. Der „Halter“-Typ ist gewissermaßen der Bodybuilder unter den Quarter-Horses, die ohnehin ausgeprägte Bemuskelung wird hier extrem. „Pleasure“-Pferde sind leichter, tendieren vom Typ her gelegentlich einen Tick Richtung Araber (Kopf). Rein auf Leistung und weniger auf Aussehen gezüchtet sind die Pferde für die Rinderarbeit, deren „Cow Sense“ ihnen ermöglicht, nahezu selbständig mit Rindern zu arbeiten und „Reining“-Pferde, die relativ klein und leicht und dadurch extrem wendig sind. Eine spezielle Linie stellen die Renn-Quarter dar: noch heute sind die Rennen über Kurzstrecken die höchstdotierten in den USA. Hier wurde sehr stark Vollblut eingekreuzt, die einzige Einkreuzung, die auch heute noch erlaubt ist. Tiere aus solchen Kreuzungen werden in ein sogenanntes Appendix-Register des Zuchtbuchs eingetragen und können sich durch Turnier- oder Rennerfolge vollständige AQHA-Papiere verdienen.
[Bearbeiten] Paint Horses
Das Paint Horse ist eine gescheckte Pferderasse, die ihren Ursprung im American Quarter Horse hat. Seine einfarbigen Nachkommen wurden früher als Breeding Stock, heute als Solid Paint Bred Horse bezeichnet. In den 1960er Jahren wurde die American Paint Horse Association gegründet.
[Bearbeiten] Exterieur
Das Paint Horse zeichnet sich durch einen kleinen, keilförmigen Kopf aus, mit wachem Auge, breiter Stirn, kleinen, beweglichen Ohren, kleiner, fester Maulpartie und kräftigen Ganaschen. Der Hals ist ausreichend lang und schlank, gut angesetzt, in der Kehle klar ausgeschnitten und beweglich im Genick, die Schulter ist schräg und, wie die Brust, muskelbepackt; der Widerrist ist gut ausgeprägt. Der kurze Rücken hat eine hervorragende Verbindung zur Hinterhand; die Lende ist tief und kräftig; die Hüfte ist schräg und lang, die gesamte Hinterhand sehr muskulös. Das Fundament ist klar, sehnig und drahtig, mit festen Hufen.
Trotz seiner nur mittleren Größe von etwa 1,42 bis 1,58 m trägt das Paint Horse auch schwergewichtige Erwachsene mit schwerem Westernsattel in jedem Gelände. Die Pferde werden bewusst nicht größer gezüchtet, denn größere Pferde lassen in der Regel die "typische Wendigkeit und den Rassetyp" vermissen.
Paint Horses können ohne weiteres robust gehalten werden, d. h. ganzjährig auf der Weide mit Offenstall. Aufgrund ihres angenehmen Wesens sind Paint Horses problemlos aufzuziehen und einzureiten bzw. einzufahren.
Man unterscheidet drei Zeichnungsmuster, "Pattern" genannt: Tobiano, Overo und Tovero. Der Tobiano hat weiße Beine, und sein Weiß kreuzt die Rückenlinie, der Kopf weißt die Abzeichen eines einfarbigen Pferdes auf - man erkennt einen Tobiano auch an der typischen Plattenscheckung. Beim Overo kreuzt kein Weiß die Rückenlinie, das Weiß scheint vom Bauch auszu gehen. Oft hat er viel Weiß im Gesicht und dementsprechend blaue Augen, häufig sind die Beine dunkel. Die Overoscheckung gibt es in den Varianten Frame Overo, Splashed White Overo und Sabino Overo. Der Tovero stellt eine Mischung aus beiden Coat-Patterns dar.
Paint Horses sind nicht mit Pintos zu verwechseln - letztere stellen keine Rasse dar, sondern können aus unterschiedlichsten Kreuzungen und Rassen stammen. Allerding ist ein Paint Horse nur ein Paint Horse, wenn es bei der American Paint Horse Association registriert ist. Paint Horses sind rein gezüchtete Pferde mit allen positiven Eigenschaften dieser Rasse, zur Einkreuzung sind lediglich das American Quarter Horse und das englische Vollblut zugelassen.
Paint Horses sind sehr vielseitig. Ihre Stärken sind Kurzstreckenrennen (die Viertelmeile ist die klassische Distanz), die Rancharbeit (Cowboypferde) sowie die Westernreitdisziplinen, wie Reining, Cutting, Working Cowhorse, Heading, Healing, Barrel Race, Western Pleasure, Trail usw.
[Bearbeiten] Interieur
Das Paint Horse ist in Herkunft, Typ, Eigenschaften, Abstammungen und Zuchtziel identisch mit der Rasse des American Quarter Horses. Es handelt sich also um Western Horses – kompakte, wendige Pferde mittlerer Größe, mit stark ausgeprägter Muskulatur, mächtiger Hinterhand und ehrlichem, gutmütigem Charakter. Paint Horses sind leicht zu reiten, willig und nervenstark und eignen sich darum für das Turnier-, Spazier-, Wander- und Westernreiten. Das Paint Horse verfügt aber auch über den Cow Sense, genau wie das Quarter Horse.
[Bearbeiten] Solid Paint Bred (ehem. Breeding Stock)
Solid Paint Bred Horses sind einfarbige Paint Horses. Im Gegensatz zu den gescheckten werden einfarbige Fohlen einer Paint Horse Stute aufgrund ihrer bunten Vorfahren (die in ihren Genen weiterleben) nicht als American Quarter Horse registriert, sondern als sogenannte Solid Paint Breds. Diese Solid Paint Bred Horses sind nur in speziell ausgeschriebenen Solid Paint Bred Klassen (SPB-Klassen) bzw. entsprechend ausgeschriebenen Turnierklassen startberechtigt. Im Gegensatz zu gescheckten Paint Horses sind SPB Horses keine "Regular Paints (= Paint mit ausreichend Farbe)", sondern bekommen den Vermerk "Solid Paint Bred" in das Papier eingetragen.
Sollten diese einfarbigen Solid Paint Breds, gescheckte Nachkommen mit einem eingetragenen Paint od. Quarter-Horse-Hengst zeugen, werden diese widerum mit Regualar-Papieren ausgestattet.
[Bearbeiten] Appaloosas
Appaloosa ist eine Pferderasse, die vom spanischen Pferd abstammt, das im 18. Jahrhundert nach Nordamerika importiert wurde. Ihre Entwicklung soll von den Nez Percé in Nordamerika ausgehen. Appaloosas sind Freizeit- bzw. Sportpferde, die sich vor allem im Westernbereich großer Beliebtheit erfreuen.
[Bearbeiten] Exterieur
Appaloosa haben einen für Westernpferde typischen Körperbau im meist quadratischen Rahmen. Dazu gehört ein kleiner zum Pferd passender Kopf mit großen, wachen Augen und einer geraden Nasenlinie, eine schräge, gut bemuskelte Schulter, ein kurzer, kräftiger Rücken und eine schräg abfallende Kruppe, ebenfalls stark bemuskelt. Diese Qualitäten befähigen die Pferde besonders auf kurzer Strecke schnell zu werden und wendig zu sein, wie das früher auf der Rancharbeit in Amerika besonders gebraucht wurde. Heutzutage werden aber auch spezialisierte Typen gezüchtet, je nachdem für welchen Zweck man sie einsetzen möchte. Ansonsten fallen die Pferde durch ihr charakteristisches Farbfleckenmuster auf.
Die charakteristischen Merkmale, an denen man auch viele einfarbige Appaloosa erkennen kann, sind das „Menschenauge“ und die gefleckte Haut, überall zu erkennen, wo sie nicht von Fell überdeckt wird, z. B. an den Nüstern, um die Augen oder an den Geschlechtsteilen. Auch die gestreiften Hufe bei dunklem Kronenrand werden so verursacht. Diese Merkmale werden auch als Kriterium für die reguläre Eintragung der Pferde herangezogen.
Die Muster der Tigerzeichnung sind:
- Schabracktiger / engl. Blanket with spots: Weiße Decke über Rücken und Hüften mit dunklen Flecken.
- Schabracktiger / engl. Blanket without spots: Weiße Decke über Rücken und Hüften ohne dunkle Flecken.
- Schneeflocke / engl. snowflake. Der snowflake ist Teil der Roan-Zeichnung des Tigerschecken.
- Roan / (Varnish) Roan:
- Frost: Dunkle Grundfarbe mit vereinzelten weißen Haaren.
- Leopard / Volltiger
- Near Leopard
- Few Spot / Weißgeborener
- Snowcap
Die Tigerschecken können im Laufe ihres Lebens einen starken Farbwechsel durchlaufen, d. h. die Grundfarbe kann aufhellen, also mit weißen Haaren vermehrt durchsetzt werden („aufroanen“), oder sie bekommen weiße Flecken. Die Farbe eines Pferdes kann sich im Laufe der Zeit mehr oder weniger stark verändern.
Alle Basisfarben sind zugelassen mit Ausnahme der Plattenschecken (Merkmal der Paint Horses = unerwünscht) und des Schimmels. Der Schimmel hat die Eigenschaft, die Zeichnung des Appaloosa zu überdecken und zu reinem Weiß zu vernichten. Früher wurden Schimmel eingekreuzt, jedoch ist heute die Schimmelfarbe ausgeschlossen.
Die Zucht des Appaloosa Horses ist zwar eine Farbzucht, die aber mindestens ebenso viel Wert auf eine Korrektheit des Gebäudes und Interieur des Pferdes legt. Aus Anpaarungen zweier „bunter“ Appaloosas fallen nicht zwangsläufig „bunte“ Fohlen, sondern auch Fohlen ohne Merkmale und ohne typische Fellzeichnung.
[Bearbeiten] Interieur
Der Appaloosa verfügt über Ausdauer, Leistungsbereitschaft und Menschenbezogenheit im Umgang. Doch vor allem qualifiziert ihn seine Ruhe und Gelassenheit, diese Eigenschaften machen ihn geeignet zum Familien- sowie Sportpferd.
[Bearbeiten] Zuchtgeschichte
Durch Abbildungen ist bekannt, dass getupfte Pferde schon seit langer Zeit in der Alten Welt bekannt waren. Es ist davon auszugehen, dass diese Pferde durch die spanischen Eroberer in die Neue Welt gelangten, wo sie durch Verwilderung ihre Spuren bei den Mustangs Nordamerikas hinterließen.
In der Palouse-Prärie in Idaho lebte der Indianerstamm der Nez Percé, der als einziger dafür bekannt ist, eine systematische Pferdezucht betrieben zu haben. Abgeleitet von dem Zuchtgebiet, erhielt der Appaloosa auch seinen Namen. In einer legendären Flucht versuchten die Nez Percé der Vernichtung durch den weißen Mann zu entkommen, was jedoch letztendlich scheiterte. Auf diesem Treck verlor ein Großteil der Pferde sein Leben, sodass nur noch eine kleine Population aufrechterhalten werden konnte.
Aus diesen kleinen Beständen entwickelte man ab 1938 eine Zuchtpopulation, die am Ende des 20. Jahrhunderts auf über 500.000 Tiere angewachsen war. Die Rasse zählt nach dem Quarter Horse und dem Paint Horse zu den beliebtesten Pferden Nordamerikas und hat ihre Popularität auch über die Grenzen zurück in die Alte Welt ausgedehnt.
Im Jahr 1975 kamen die ersten Pferde dieser Rasse nach Deutschland. Ihre Spur verlor sich, da es nur vereinzelte Pferde waren, die man nicht richtig einordnen konnte. 1978 fasste eine kleine Gruppe von Bewunderern reinrassiger Appaloosa-Pferde den Entschluss zur Vereinsgründung des Appaloosa-Pferdestammbuchs Deutschland e.V., der sich zur Aufgabe machte:
- die in der Bundesrepublik vorhandenen Appaloosa-Pferde zu erfassen,
- Appaloosa-Freunde und -Züchter zu informieren und ihre Interessen zu vertreten,
- die Appaloosa-Rasse bekannt zu machen,
- eine möglichst baldige Anerkennung eines eigenständigen Zuchtverbandes in Deutschland zu erlangen.
1994 wurde der Appaloosa Horse Club Germany gegründet, der diese Rasse heute in Deutschland betreut.
Die Verwaltung des Zuchtbuches in Nordamerika liegt in den Händen des Appaloosa Horse Clubs mit Sitz in Moscow, wo auch ein großes Informationszentrum entstanden ist.
Vorgaben dieses Mutterverbandes in den USA lassen die Einkreuzung von Quarter Horses, Arabischem und Englischem Vollblut zu.
Das hat die Qualität der Appaloosa-Rasse nachhaltig verbessert, heutzutage findet man neben Freizeitpferden auch Spezialisten wie Halter-, Pleasure-, Reining-Pferde bzw. Cutting-Linien bei den Appaloosas, die für den Einsatz in der jeweiligen Disziplin im Turniersport besonders geeignet sind.
[Bearbeiten] andere Westernpferderassen
Criollos, Araber, Haflinger, Quarter Pony, Paint Pony
[Bearbeiten] Disziplinen
[Bearbeiten] Halter
Das Halter-Pferd verkörpert das Zuchtziel der Westernpferde. Es wird an einem oft mit viel Chrom versehenen Lederhalfter mit Führkette von einem sauber und ordentlich gekleideten Führer vorgestellt. Das ideale Halter-Pferd ist gut bemuskelt, absolut korrekt und harmonisch gebaut und hat dabei einen sehr hübschen und ausdrucksvollen Kopf - kurzum: Es ist einfach eine strahlende Schönheit. Aber es sollte auch einen guten Bewegungsablauf haben.
Eine wichtige Grundlage für das Halter-Pferd ist gute Erziehung des Pferdes an der Hand. Dies ist sicherlich auch für jedes Jungpferd ein guter Start. Die Pferde können schon vor ihrer Pferformance-Karriere Showerfahrung sammeln, bevor sie 3-jährig dann eine neue Karriere unter dem Sattel starten.
In den USA ist es heutzutage jedoch leider oft so, daß die erfogreichen Halter-Pferde gar nicht mehr geritten werden.
Ein Halter-Pferd bietet auch für den Nicht-Reiter die Chance, an einem Turnier teilzunehmen. Ein gut erzogenes Pferd ist für Kinder und/oder Amateure in der Klasse "Showmanship at Halter", in der vor allem auch die Qualitäten des Führers bewertet werden, ein schöner Einstig in den Turniersport.
[Bearbeiten] Reining
Reining ist eine der anspruchsvollsten - aber auch faszinierendsten - Disziplinen der Westernreiterei und ist daher auch als "Western-Dressur" bekannt. Das Reining-Pferd muß vor allem folgende Manöver willig und mit "Speed" durchführen:
- Spins (360 Grad-Wendungen auf der Hinterhand);
- Sliding Stops (gleitende Vollbremsung auf der Hinterhand aus dem Galopp)
- Roll backs (180 Grad-Drehung auf der Hinterhand; anschließend muß das Pferd direkt galoppieren);
- Galoppzirkel mit speed control, d. h. mit gut erkennbaren Tempounterschieden
- Back up (rückwärtsrichten)
Dabei ist es wichtig, daß das Pferd ruhig und gelassen bleibt und trotz des enormen Tempos nicht "heiß" wird und der Reiter die Kontrolle verliert. Das Reining-Pferd muß ungewöhnlich athletisch und auch psychisch extrem belastbar sein.
Auch der Reiter wird in dieser Disziplin gefordert: Die Reining verlangt eine sorgfältige Ausbildung, viel Einfühlungsvermögen und Können.
Scoring
Das Pattern wird den Reitern kurz vor dem Turnier bekanntgegeben. Es gibt zehn bis elf in Regelbüchern der einzelnen Verbände niedergeschriebe Aufgaben. In jeder der Pattern kommen alle vorgeschriebenen Manöver vor, jedoch in unterschiedlichen Reihenfolgen. Die Übung ist auswendig zu reiten und jede Abweichung von der vorgeschriebenen Form ("off pattern") führt zu einem Null Score. Nach den Regeln der National Reining Horse Association (NRHA) startet jede Reiter/Pferd-Paarung mit einem Score von 70 Punkten. Jede Pattern besteht aus sieben oder acht Einzelmanövern. Für die Ausführung der einzelnen Manöver der Pattern werden nach einem standardisierten Richtsystem Punkte zwischen +1 1/2 und -1 1/2 vergeben. Zusätzlich werden auch Strafpunkte ("Penalties") vergeben. Sogenannte Major Penalties werden mit 5 Punkten Abzug bestraft, wenn das Pferd austritt, bockt oder buckelt. Die Addition dieser Werte ergibt das Endergebnis, den Score. Am Ende einer jeden Prüfung ist dem Richter das Gebiss zu zeigen um sicherzustellen, dass nur zulässige Gebisse in der korrekten Reitweise – ein- oder zweihändig – vorgeführt wurden. Der Richter kann auch die Gamaschen (Boots) auf spitze Gegenstände kontrollieren. Eine Abweichung vom Reglement oder eine Verletzung führt zur Disqualifikation ("No Score").
Zirkel
In jeder Reining Aufgabe kommen zwei große, schnelle Galopp-Zirkel und ein kleiner, langsamer Galopp-Zirkel vor, je nach Pattern in unterschiedlicher Reihenfolge. Dabei soll der Geschwindigkeitsunterschied und der Größenunterschied deutlich sein, die Hilfengebung aber ohne sichtbare Zügelwirkung nur über den Sitz und unter Umständen mit Hilfe der Stimme möglichst unsichtbar sein. Diese Veränderung der Geschwindigkeit nennt man Speed Control. Die Zirkel sollen rund sein und jeweils durch den Mittelpunkt der Arena gehen.
Spin
Die Spins sind eine oder mehrere (meistens 4) 360°-Drehungen auf der Hinterhand (um das hintere innere Bein). Hierbei verlagert das Pferd idealer weise sein Gewicht auf das innere Hinterbein und überkreuzt die Vorderbeine. Das Pferd sollte möglichst schnell, dabei aber sauber drehen.
Sliding Stop
Das markanteste Manöver in einem Reining-Pattern ist der Sliding Stop. Hier stoppt das Pferd so aus dem Galopp, dass es mit der Hinterhand auf dem Boden rutscht, während es mit den Vorderbeinen mobil bleibt und bis zum Stillstand weiterläuft. Dieser Stop soll möglichst ohne Einwirkung von Zügeln geschehen. Wichtig: Sliden kann man nur bei entsprechendem Boden und mit einem speziellen Beschlag, den sogenannten Sliding-Plates. Hierbei handelt es sich um Hufeisen, die zumeist einen Zoll breit sind und an den Hinterhufen angebracht das Rutschen ("sliden") ermöglichen.
Fliegender Galoppwechsel
In der Reining Pattern findet der Galoppwechsel statt, wenn eine Acht geritten, also ein Handwechsel durchgeführt wird. Der Handwechsel sollte genau auf Kreuzungspunkt der Acht stattfinden. Der Wechsel soll wie alle anderen Manöver auch mit möglichst unsichtbaren Hilfen durchgeführt werden. Das Pferd soll dabei flach weitergaloppieren.
Roll Back
Der Roll Back ist eine 180° Drehung des Pferdes auf der Hinterhand. Der Reiter galoppiert, stoppt, macht aus der Stoppbewegung heraus (ohne Stillstand nach dem Stopp) eine gesprungene Hinterhandwendung (die 180° Drehung um die Hinterhand) und galoppiert auf der anderen Hand wieder an. Das ganze geht so schnell und flüssig, dass die Übergänge kaum sichtbar sind. Idealerweise soll das Pferd in seinen eigenen vorher hinterlassenen Spuren wieder zurück galoppieren.
Rückwärtsrichten
Das Rückwärtsrichten gehört zu allen Patterns dazu. Das Pferd geht gerade rückwärts am lockeren Zügel. Auch hier wird ein recht hohes Tempo gerne gesehen.
[Bearbeiten] Freestyle Reining
Die Freestyle Reining ist vor allem in den USA sehr beliebt.
Es ist dem Reiter freigestellt, wen oder was er interpretieren möchte. Er muss dazu eine geeignete Musik wählen und sich ein eigenes Pattern aneignen. Die Freestyle Reining ist mit der Kür in der Dressur zu vergleichen.
Im Gegensatz zur Dressurkür ist die Interpretation des gewählten Themas aber häufig freier und lockerer, es ist erlaubt ein passendes Kostüm zu tragen.
Es gibt auch Freestyle Reinings die komplett ohne Sattel oder Zaumzeug geritten werden.
Auf die Musik abgestimmte und perfekt ausgeführte Manöver aus der Palette der vorgeschriebenen Manöver müssen in der bis zu vier Minuten langen Kür vorgetragen werden.
Der Teilnehmer erhält Punkte für die Reining-Manöver und den künstlerischen Ausdruck.
[Bearbeiten] Trail
Beim Trail werden Geschicklichkeitsaufgaben gefordert, wie z.B. ohne Absitzen durch Weidetore zu gehen, was kontrollierte, exakte Bewegung des Pferdes in alle Richtungen erfordert (Rückwärtsrichten, Seitgänge), oder überqueren von Holzbrücken, wobei Gelassenheit und Vertrauen des Pferdes zum Reiter sichtbar werden. Es werden alle möglichen und unmöglichen Situationen simuliert, die einem Reiter im Gelände (auf einem Trail = Wanderritt) begegnen können. Hierbei ist es wichtig, dass sich das Pferd ruhig, selbstständig und geschmeidig, ohne große Einwirkungen des Reiters durch die Hindernisse bewegt, sich aber trotzdem jederzeit zentimetergenau dirigieren lässt. Die Prüfung besteht meist aus 6 Hindernissen. Immer dabei ist das Tor, ein Überreiten von mindestens 4 Stangen (im Schritt, Trab oder Galopp, auf gerader oder gebogener Linie) und ein Hindernis, das rückwärts zu durchreiten ist (L, U oder ähnliches). Die Abstände der Stangen oder der Hindernisse zueinander sind reglementiert. Die Gangart zwischen den Hindernissen ist ebenfalls vorgegeben. Die Wertung beginnt wie bei der Reining bei 70 Punkten. Davon zieht man Fehlerpunkte ab, z.B. fürs Anschlagen an Stangen. Auch die Manier des Pferdes am Hindernis (Ruhe, Kopfhaltung, Aufmerksamkeit) fließt in die Bewertung ein.
[Bearbeiten] Western Pleasure
Pleasure wird in Gruppen geritten, bei der die drei Grundgangarten (Schritt/Walk, Trab/Jog, Galopp/Lope) am angemessen losen Zügel geritten werden. Wie der Name sagt: es soll ein Vergnügen sein. Der Richter gibt an, was die Reiter tun müssen. Jede Pleasure unterscheidet sich von den individuellen Vorgaben des Richters. Die Übergänge sollen exakt ausgeführt werden, wobei die Hilfen möglichst fein sein sollen. Dadurch wirkt es auf die Zuschauer sehr mühelos, verlangt aber von Reiter und Pferd ein Höchstmaß an Konzentration. Bewertet wird vor allem die Reinheit der Gänge (Takt), die Haltung des Pferdes, sowie die Rittigkeit bei den Übergängen. Trab (Jog) und Galopp (Lope) sollen in angemessenem Tempo und möglichst weich geritten werden. Auch das Gesamtbild von Reiter und Pferd wird hier bewertet. Ein Pferd, das jedoch einen 4-Takt Galopp zeigt, wird schlecht bewertet.
[Bearbeiten] Versatility Ranch Horse
Verlass, Rittigkeit, Partnerschaft und Wettkampf - wer in den Prüfungen der Versatility Ranch Horse Competitions punkten möchte, muss vielseitig sein. Denn hier wird Sport und Rancharbeit in Form von Turnieren vereint. Die Versatility Ranch Horse Competition besteht aus fünf Teilen: Ranch riding, ranch trail, ranch cutting, working ranch horse und ranch conformation. Jeder dieser fünf Teile wird seperat abgehalten auf einem Turnier und seperat plaziert. Am Ende wird eine Gesamtwertung gerechnet, für die es Jahresendpreise, AQHA-Punkte und ggfs. auch Incentive Fund-Auszahlungen gibt.
[Bearbeiten] Pleasure Driving
Eine Disziplin, die man nach einigen Unfällen nicht mehr in Deutschland sieht. Zum Pleasure Driving wird das American Quarter Horse vor einen kleinen Wagen (Pleasure Cart) gespannt und in verschiedenen Ganggarten (Walk, Park Gait und Road Gait) präsentiert.
[Bearbeiten] Western Riding
Hier werden vor allem gleichmäßige, korrekte und punktgenaue Galoppwechsel erwartet. Mit Pilonen und Stangen wird ein Weg vorgegeben. Die Aufgabe muss in verschiedenen Gangarten ausgeführt werden. Flüssige und präzise Galoppwechsel in der Mitte zwischen den Pilonen werden besonders gut bewertet. Von einem fliegenden Galoppwechsel spricht man, wenn ein Pferd in der Schwebephase des Galopp vom Links- in den Rechtsgalopp (oder umgekehrt) wechselt.
[Bearbeiten] Western Horsemanship
In diesem Wettbewerb werden die Leistungen des Reiters beurteilt. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektion. Die verlangte Aufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was auch eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt. Es sind keine spektakulären, dafür aber sehr anspruchsvolle Manöver, die an Pferd und Reiter gestellt werden. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, von denen der erste zu 80 Prozent in die Wertung eingeht. Im ersten Teil absolviert der Reiter eine zumeist kurze, aber umso exakter auszuführende Einzelaufgabe, die auch Pattern genannt wird. Der zweite Teil,die Railwork, der zu 20 Prozent in die Wertung einfließt, entspricht einer Pleasure-Prüfung. Hierbei kann der Richter bestimmen, ob er alle Teilnehmer an der Pleasure teilnehmen lässt. Im Gegensatz zu einer Pleasure-Prüfung wird hier allerdings weiterhin der Reiter beurteilt. Macht der Reiter einen Fehler, so bekommt er für diese Aufgabe weniger Punkte oder gar keine.
Bei der Zusammenstellung der Manöver wählt der Richter unter geraden oder gebogenen Linien, Zirkeln, Volten, Serpentinen oder Achten aus. Marker kennzeichnen die Stellen, an denen die Manöver ausgeführt werden sollen.Es sind keine spektakulären, dafür aber penibel nachzureitende Manöver, die verlangt werden.
Zu Beginn der Western Horsemanship-Prüfung reiten alle Teilnehmer in die Bahn ein und stellen sich meistens an einer kurzen Seite zum Line up auf. Ein Reiter nach dem anderen absolviert dann die Einzelaufgabe. Ist die Klasse zu groß, wird sie vorher geteilt oder die Teilnehmer werden einzeln in die Bahn gerufen.
Im Rahmen der Railwork, die sich an die Einzelaufgabe anschließt, reiten alle Teilnehmer - oder auch nur die besten, das hängt vom Wunsch des Richters ab - gemeinsam in der Bahn. Den Verlauf der Railwork bestimmt der Richter. Die Railwork ist für ihn eine zusätzliche Wertung, vor allem wenn er sich über die endgültigen Platzierungen noch unschlüssig ist. Verlangt werden alle drei Gangarten auf dem Hufschlag, meist auf einer Hand, manchmal auf beiden. In der Regel beginnt die Railwork auf der linken Hand. Beinhaltete die Einzelaufgabe kein Back up, führen die Reiter ihn in der Railwork aus. Die Kommandos des Richters werden den Reitern über Lautsprecher mitgeteilt.
Die Einzelaufgabe geht zu 80 Prozent in die Wertung ein. Der zweite Teil, die Railwork, bei der alle oder die besten Reiter nach der Einzelaufgabe teilnehmen, fließt zu 20 Prozent in die Wertung ein. Optisch ist dieser zweite Teil eine Pleasure. Im Gegensatz zu einer Pleasure wird hier allerdings weiterhin vor allem das Können des Reiters. beurteilt. Die Punkteskala für die Bewertung reicht von 0 bis 20 und der Richter orientiert sich gemäß dem Regelbuch bei der Vergabe der Punkte bzw. bei deren Abzug an der Einteilung möglicher Fehler von Pferd und Reiter in "geringe", "große" und "schwere".
Geringe Fehler: - ungepflegtes Äußeres bei Pferd und Reiter und eine mangelhafte Ausrüstung - Verlust des korrekten Sitzes - zu starke Zügel- oder Schenkelhilfen - zu lange oder zu kurze Zügel - Halten der Zehenspitzen nach unten - Beine nicht in der richtigen Position - Herunterschauen ob sein Pferd im richtigen Galopp ist
Große Fehler: - falsches Angaloppieren - schlecht eingeteilter Zirkel - harter Stop - Ausfallen aus der Gangart - Ausbrechen beim Rückwärtsrichten - Wehren gegen Schenkel- und Zügelhilfen
Schwere Fehler: - Nichtvollenden vorgeschriebener Wendungen - ungenaues Reiten der Manöver - harte Übergänge - Vergessen eines Manövers bzw. das Reiten eines, das nicht ins Pattern gehört - Einsetzen des Sporns vor dem Sattelgurt - das Umwerfen eines Markers - das Arbeiten auf der falschen Seite des Markers - Verweigern des Pferdes durch Buckeln, Scharren oder Steigen
Disqualifiziert wird ein Reiter, wenn er ohne Startnummer in die Bahn reitet, sein Pferd misshandelt, die Zügel falsch handhabt, verbotenes Zubehör verwendet oder vom Pferd fällt.
[Bearbeiten] Superhorse
Superhorse ist eine Mischung innerhalb eines Patterns, das aus Elementen der Disziplinen Trail, Reining, Western Riding und Pleasure besteht. Diese Disziplin wird nur von der EWU angeboten; bei der VWB gibt es die Western Combination, die ähnlich wie die Superhorse aufgebaut ist.
[Bearbeiten] Barrel Race
Beim Barrel Race muss ein durch drei Ölfässer (Barrel) markiertes Dreieck möglichst schnell durchritten werden. Das Barrel Race wird auf Rodeos ausschließlich von Frauen geritten. Aus fliegendem Start werden die Fässer in der Reihenfolge linkes Fass, rechtes Fass, hinteres Fass oder rechtes Fass, linkes Fass, hinteres Fass umrundet. Die Fässer dürfen berührt, aber nicht umgestoßen werden. Das Umstoßen kostet jeweils fünf Strafsekunden. Barrel Race wird als die meist gewählte Disziplin im Turniersport der USA genannt.
[Bearbeiten] Pole Bending
Beim Pole Bending werden 6 Stangen im Abstand von 21 Fuß aufgestellt, die es als Slalom zu durchreiten gilt. Das Umstoßen einer Stange wird mit einer Zeitstrafe, das Auslassen einer Stange mit Disqualifikation geahndet. Fliegende Starts sind erlaubt.
[Bearbeiten] Showmanship at Halter
Eine Klasse für Jugendliche und Amateure, bei der das Pferd am Showhalfter vorgeführt wird, allerdings wird hier vor allem der Vorsteller bewertet und nicht das Pferd. Mit einer kleinen Führaufgabe soll er zeigen, dass er sein Pferd korrekt präsentieren kann. Entscheidend ist das Gesamtbild, denn der Richter achtet auf vorschriftsmäßige Kleidung, ein besonders gepflegtes gut trainiertes Pferd, das sich optimal aufstellt und präsentiert. Der Richter gibt eine Pattern (Aufgabe) vor, in der das Pferd genau willig geführt werden muss.
[Bearbeiten] Hunter under Saddle / Hunter Hack
Zwei Disziplinen, die die Zuschauer immer wieder in Erstaunen versetzen. Die American Quarter Horses werden mit englischem Sattel und Zäumung vorgestellt, die Reiter müssen in entsprechender Kleidung erscheinen. Hunter Under Saddle verlangt ähnlich wie der Western Pleasure die drei Grundgangarten Walk, Trot und Canter, allerdings in erhöhtem Tempo. Der Reiter soll ein leicht zu reitendes Pferd mit ausgreifenden Gängen vorführen. In der Klasse Hunter Hack sind auserdem zwei Sprünge zu absolvieren.
Der Reiter soll ein williges, leicht zu reitendes Pferd mit ausgreifenden Gängen vorführen. Das Pferd wird in englischem Sattel und Zäumung vorgestellt, entsprechende Kleidung wird vom Reiter verlangt. Der Richter beurteilt das Pferd mit 80 %, Kondition und Exterieur mit 20 %. Hunter Under Saddle verlangt ähnlich wie der Western Pleasure die drei Grundgangarten Walk, Trot und Canter, allerdings in erhöhtem Tempo. In der Klasse Hunter Hack sind außerdem zwei Sprünge zu absolvieren.
[Bearbeiten] Cutting
Die Rinderdisziplin Cutting ist ein klassischer Zuschauermagnet. Der Reiter muss ein Rind aus einer Herde heraus-"schneiden" (to cut) und es daran hindern, zurückzukehren. Der Reiter hat zweieinhalb Minuten Zeit um die Fähigkeiten seines Pferdes am Rind zu zeigen, so lange muss er das Rind in der Mitte der Arena halten. Der Reiter darf keine Hilfen mehr geben, wenn das Rind von der Herde abgesondert ist. Das Pferd muß selbstständig wissen, wie es zu arbeiten und sich zu bewegen hat (Cow Sense). Fast katzenartig gehen die Pferde mit den Bewegungen des Rindes mit, um zu verhindern, dass es zur Herde zurückläuft.
[Bearbeiten] Working Cowhorse
Diese sehr rasante und anspruchsvolle Prüfung kombiniert Reining-Talent mit Cowsense. Die Rinderdisziplin wird in zwei Teilen geritten. Im ersten Teil zeigen Pferd und Reiter ihr Können in einer kleinen Reining, also "Trockenarbeit", im Fachjargon "Dry Work". Im zweiten Teil ist Fence Work bzw. Cow Work verlangt. Hier müssen Reiter und Pferd ein Rind zunächst mit Cutting-Manövern an der kurzen Seite der Arena halten (boxing). Anschließend wird es in die Bahn entlassen und muss kontrolliert an der langen Seite mindestens einmal in jede Richtung wenden. Den Abschluss bildet das Zirkeln mit dem Rind auf jeder Hand in der Bahnmitte (mit fliegendem Galoppwechsel des Pferdes).
[Bearbeiten] Team Penning
Innerhalb eines Zeitlimits von 2½ Minuten muss ein Team (3 Reiter) bis zu drei Rinder aus der Herde aussondern und in einen Pferch (Pen) sperren. Dabei dürfen nicht mehr als drei Rinder die Mittellinie der Arena passieren. Das Team, das am meisten Rinder (höchstens drei) schafft, hat gewonnen. Schaffen dies mehrere, gewinnt das Team, das dies in der kürzesten Zeit geschafft hat.
[Bearbeiten] Team Sorting
Dem Penning nicht unähnlich. Allerdings werden hier zehn Rinder mit Sprühfarbe (ungiftig) von 0 bis 9 nummeriert. Der Ringsprecher ruft dann, nach Vorgabe der Richter, eine willkürliche Reihenfolge von Zahlen auf. Und in genau dieser Reihenfolge müssen die Rinder dann in den Pen getrieben werden. Es geht wieder um Zeit. Längstens 2:30 Min. Das Team, das es am schnellsten schafft, hat gewonnen. Schafft es kein Team in der vorgegebenen Zeit, gewinnt das Team, das die meisten Rinder geschafft hat.
[Bearbeiten] Titel
[Bearbeiten] AQHA/APHA Champion
Der Titel AQHA / APHA Champion wird vergeben wenn 35 oder mehr Punkte erreicht wurden (mindestens fünf Turniere und fünf verschiedene Richter). Mindestens 15 dieser Punkte müssen in Halter-Klassen erzielt worden sein , davon mindestens acht während oder nachdem das Pferd ein/e Zweijährige/r war. Mindestens 15 Punkte müsen in Reitklassen erzielt worden sein, dabei mindestens fünf Punkte in jeder von zwei verschiedenen Reitklassenkategorien.
[Bearbeiten] AQHA Performance Champion Award
Diesen Titel erhält ein Pferd nur, wenn es dreimal Superior Horse war.
[Bearbeiten] AQHA / APHA Supreme Champion
Für diesen Titel muss ein Pferd mindestens 40 Punkte erreicht haben, mindestens 15 davon in Halterklassen, die weitere Punktzahl kann durch verschiedene Disziplinen erreicht werden.
[Bearbeiten] AQHA Supreme Performance Champion
Diesen Titel erhält ein Pferd, wenn es sechsmal Superior Horse war.
[Bearbeiten] Champion of the Champions
Dies ist ein Titel der DQHA für das beste Absatzfohlen des Jahres, der nach dem Prinzip des Grand Champions vergeben wird, allerdings in diesem Fall unabhängig vom Geschlecht. Wird nur einmal im Jahr vergeben. Futurity Champion Der Titel für das beste 3-, 4-, oder 5jährige Pferd in einer Disziplin. Wird nur einmal im Jahr vergeben.
[Bearbeiten] Grand Champion
Die AQHA vergibt den Titel Grand Champion für Hengste, Stuten oder Wallache nur, wenn wenigsten drei Pferde jeden Alters in der Klasse des jeweiligen Geschlechts vorgestellt werden.
Der Grand Champion eines Geschlechts und einer Abteilung mit drei bis vier Pferden erhält einen ½ Punkt mehr als jedes der anderen Pferde von einem Jahr und älter. In Abteilung von fünf und mehr Pferden erhält der Grand Champion einen Punkt mehr als jedes der anderen Pferde von einem Jahr und älter, außer dem Reserve Champion. Falls erforderlich, werden zusätzliche Punkte zu denen addiert, die der Grand Champion in seiner Altersklasse gewann, um die nötige Gesamtpunktzahl zu erreichen.
[Bearbeiten] Reserve Grand Champion
Der Reserve Champion eines Geschlechts einer Abteilung mit drei bis vier Pferden erhält soviel Punkte wie jedes der anderen Pferde von einem Jahr und älter seiner Geschlechtsgruppe außer dem Grand Champion. In Abteilungen von fünf und mehr Pferden erhält der Reserve Champion einen halten Punkt mehr als jedes der anderen Pferde von einem Jahr und älter, außer dem Grand Champion. Falls erforderlich, werden zusätzliche Punkte zu denen addiert, die der Reserve Champion in seiner Altersklasse gewann, um die nötige Gesamtpunktzahl zu erreichen.
[Bearbeiten] High Point Horse
Am Ende eines Jahres werden alle Punkte die ein Pferd in einer Disziplin erreicht hat addiert. Das Pferd mit der höchsten Punktzahl seiner Disziplin wird High Point Horse. Dieser Titel wird von der AQHA international vergeben und vom nationalen Verband (DQHA).
[Bearbeiten] Futurity / Maturity Champion
Dies ist ein Titel der nationalen Zuchtverbände, auch der DQHA. Er wird für das beste 3- oder 4-jährige (Futurity) bzw. für das beste 5- oder 6-jährige vergeben.
[Bearbeiten] AQHA Superior Horse
AQHA Superior (Event) Horse: Der Titel AQHA Superior (Event) Horse wird vergeben, wenn ein Pferd auf AQHA anerkannten Turnieren in einer Disziplin 50 Punkte erzielt hat. In Halter-Klassen müssen mindestens 25 dieser Punkte in dem Jahr erzielt worden sein, indem das Pferd zweijährig oder älter gestartet ist.
[Bearbeiten] Register of Merit (ROM)
Das Performance Register of Merit wird verliehen, wenn 10 AQHA Punkte in einer oder mehreren Reitklassen erzielt wurden, dabei müssen mindestens 5 Punkte in einer bestimmten Reitklasse erreicht worden sein. Für das ROM Halter müssen wenigstens 10 Punkte in AQHA anerkannten Halter-Klassen errungen worden sein.
[Bearbeiten] Versality Award
Ein Pferd, das diesen Vielseitigkeitstitel erhält, hat mindestens 65 Punkte in acht Wettbewerben gesammelt.
[Bearbeiten] World Champion
World Champion ist der Weltmeister seiner Disziplin, der auf der World Show in Oklahoma gekürt wird oder / und auf besonderen Veranstaltungen der einzelnen Verbände; dann allerdings muß im Titel der Verbandsname mit angegeben werden.
[Bearbeiten] Verbände
[Bearbeiten] USA
[Bearbeiten] American Quarter Horse Association
Die American Quarter Horse Association (AQHA) ist ein Zuchtverband für American Quarter Horses mit Sitz in Amarillo, Texas. Mit über 5 Millionen registrierten Pferden ist sie der größte Pferdezuchtverband der Welt. Außerdem ist die AQHA der Dachverband aller internationalen American-Quarter-Horse-Verbände. Jedes Jahr wird in Oklahoma City die Weltmeisterschaft der AQHA ausgetragen. Mit über 2,5 Millionen Dollar ist diese World Show jedes Jahr dotiert.
[Bearbeiten] AQHA-Klassen
Novice Youth - Jugendliche die noch keine 10 Punkte auf AQHA Turnieren erritten haben
Youth 13 and under - Jugendliche die 13 Jahre oder jünger sind
Youth 14 and over - Jugendliche von 14 Jahren
Amateur - Erwachsene ab 19 Jahren die keine Profis sind :
Novice Amateur - Erwachsene die noch keine 10 Punkte auf Turnieren erritten haben
Amateur - Erwachsene ab 19 Jahren
Amateur Select - Erwachsene über 50 Jahren (diese Klasse wird in Europa kaum angeboten)
Open - alle Reiter, auch Jugendliche können hier starten. Es müssen hier alle Erwachsenen starten ,die fremde Pferde vorstellen oder Geld mit der Ausbildung/TRaining von Pferden verdienen -also alle Profis und Trainer
[Bearbeiten] American Paint Horse Association
Die American Paint Horses Association (APHA) vertritt eigentlich keine Rasse, sonder gescheckte Quarter Horses. Denn Paint Horses sind in Herkunft, Abstammung und Eigenschaften ganz einfach bunte Quarter Horses. Wann immer die weißen Abzeichen eines Quarter Horse-Fohlens über ein bestimmtes Maß hinausgehen, das von der American Quarter Horse Association festgesetzt wurde, kann dieses nicht mehr als Quarter Horse eingetragen werden. Dieser Umstand hat 1962/63 zur Gründung des Verbandes geführt. Die American Paint Horse Association registriert solche Quarter Horses, die zuviel Weiß haben, gleichberechtigt mit den aus der gezielten Paint Horse-Zucht hervorgehenden Fohlen.
Die APHA wurde bald zu Amerikas schnellstwachsendem Pferdeverband. Paint Horses stellen mittlerweile nach dem Quarter Horse die zweitgrößte Pferdezucht Nordamerikas und die fünftgrößte Pferdezucht, mit über 450.000 eingetragenen Pferden, der Welt dar.
[Bearbeiten] Appaloosa Horse Club
Alle heute registrierten und gezüchteten Appaloosas basieren auf Pferden, die auf die Zucht der Nez-Perce‘ Indianer im Nordwesten der USA zurückgeht. Der Name "Appaloosa" leitet sich vom Palouse River ab, an dessen Ufer die Nez-Perce-Indianer einst ihre Weidegebiete hatten. In der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurden die Nez-Perce-Indianer gezwungen in Reservate umzusiedeln. Etwa 800 Stammesmitglieder weigerten sich und zogen unter der Führung ihres Häuptlings Chief Joseph mit 2000 Appaloosa in Richtung Kanada. Nach 108 Tagen und 2500 Meilen mussten sie jedoch vor der kanadischen Grenze kapitulieren. Die meisten ihrer Pferde wurden ihnen weggenommen und in alle Winde verstreut. Glücklicherweise waren einige Rancher von den Appaloosas so begeistert, daß sie die Rasse weiterzüchteten. 1938 wurde auf Initiative von Claude Thompson der ApHC (Appaloosa Horse Club) in Oregon gegründet. Mühsam wurden die verbliebenen Appaloosas gesammelt und registriert. Heute sind dort weltweit über 600.000 Appaloosas eingetragen. Hinzu kommen jedes Jahr ca. 10.000 Neuregistraturen. Die Appaloosas gehören damit heute zu der zahlenmäßig viertgrößten Rasse der Welt. Der ApHC ist für sämtliche Appaloosa-Vereine der Welt der übergeordnete Ansprechpartner, bei dem alle Turniere angemeldet und alle reinrassigen Appaloosas zentral registriert werden müssen. Alle im Appaloosatyp stehenden, gefleckten Pferde, die nicht im Besitz eines solchen Zertifikates sind, haben nicht das Recht Appaloosa genannt zu werden. Der Name "Appaloosa" ist keine Farbbezeichnung , sondern der Name eine Pferderasse.
[Bearbeiten] National Cutting Horse Association
Bei der NCHA erfährt man alles was mit Cutting zu tun hat, Trainer, Ranches, Tuniere, Links zur NCHA-Tochterverbänden usw. Die Faszination des Cuttings ist dieses blitzschnelle Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter. Und den Pferden macht Cutting sichtlich Spaß! Cutting ist eine Top-Disziplin des Westernreitens. 1898 fand der erste Wettbewerb während der Cowboy Reunion in Haskell/Texas um ein Preisgeld von 150 Dollar statt. In den USA steht Cutting heute nach Tennis und Golf an dritter Stelle der Preisgeldskala. Cuttingwettbewerbe werden in allen Bundesstaaten der USA sowie in 13 weiteren Ländern durchgeführt. Jedes Jahr arrangiert die National Cutting Horse Association of America mehr als 1.500 Veranstaltungen, für die etwa 17 Millionen Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet werden
[Bearbeiten] National Reining Horse Association
Bei der NRHA gibt es alle Infos über das Reining. Im Jahre 2000 ist Reining offizielle Disziplin der F.E.I geworden, welche internationale Reitwettbewerbe organisiert. Für die NRHA ist die Aufnahme von großer Bedeutung, denn sie zeigt die Anerkennung dieses Reitsport auf internationaler Ebene.
[Bearbeiten] National Snaffle Bit Association
Die NSBA ist der 1983 gegründetet internationale Mutterverband für die Disziplinen: Western Pleasure und Hunter under Saddle. Die NSBA hat es sich zur Aufgabe gemacht, Pleasure und Hunter als Disziplin und Zuchtrichtung unter den drei Westernpferderassen (Quarter Horse, Paint Horse und Appaloosa) weltweit zu fördern und zu promoten. NSBA Disziplinen sind offen für die drei Westernpferderassen, wobei Quarter Horses den größten Anteil davon stellen.
[Bearbeiten] Deutschland
[Bearbeiten] Deutsche Quarter Horse Association (DQHA)
Die Deutsche Quarter Horse Association e.V. (DQHA) ist der älteste Westernpferdeverband Deutschlands, am 22. November 1975 gegründet, 1993 als Zuchtverband staatlich anerkannt und seit 2007 Mitgliedsverband der Reiterlichen Vereinigung - FN. Die DQHA zählt über 31.000 Pferde der Rasse American Quarter Horse und rund 5600 Mitglieder im Bundesgebiet und benachbarten Ausland. Der Verband wächst stetig, was die wachsende Begeisterung für den Westernreitsport belegt. Die DQHA ist ein Tochterverband des weltweit größten Pferdezuchtverbands der American Quarter Horse Association (AQHA) mit Sitz in Amarillo, Texas. Ziel der DQHA ist es, die Rasse American Quarter Horse in Deutschland zu promoten sowie die Zucht und den Sport mit diesen Pferden zu fördern. Jährlich werden über 60 Turniere veranstaltet, bei denen ambitionierte Reiter ihr Können in diversen Disziplinen zeigen. Größtes Event ist nach wie vor die DQHA Futurity/Maturity und Int. DQHA Championship in Aachen.
[Bearbeiten] Erste Westernreiter-Union Deutschland (EWU)
Die 1978 gegründete erste Westernreiter-Union Deutschland (EWU) wendet sich an Westernreiter. Die EWU organisiert Turniere unter anderem in den Disziplinen: Western Pleasure, Horsemanship, Trail, Westernriding, Superhorse, Reining, Cutting und Working Cowhorse. Darüber hinaus bietet sie in den Bereichen Pferdekunde und Geländereiten Prüfungen und Lehrgänge für interessierte Westernreiter ohne Turnierambitionen an. Seit 1993 ist die EWU auf Bundesebene der FN angeschlossen.
[Bearbeiten] Leistungsklassen
Leistungsklasse LK5 Die LK5 ist für den Einstieg in das Turnierreiten vorgesehen. Die Disziplinen sind reitweisen-übergreifend ausgeschrieben, d.h. es sind Western- Freizeit- und Klassische Reiter zugelassen. In dieser Leistungsklasse werden die Disziplinen Trail, Pleasure, Horsemanship und Showmanship angeboten. Teilnehmer müssen keine EWU-Mitglieder sein und die Pferde nicht bei der EWU registriert werden. Pferde ab 4 Jahren sind zugelassen. Hengste dürfen nicht vorgestellt werden.
Leistungsklasse LK4 Die LK4 ist die erste Klasse, für die eine Leistung nach Punkten erforderlich ist. Mit dem Aufstieg in die LK4 erlischt die Startberechtigung in der LK5. Auf Antrag können Teilnehmer, die noch nicht in der LK5 gestartet sind, in die LK4 aufgenommen werden. Voraussetzung ist dafür die Mitgliedschaft in der EWU. Reiter der LK4 können nicht in die LK5 zurück gestuft werden. In der LK4 werden diese Disziplinen angeboten: Trail, Pleasure, Horsemanship, Showmanship und Reining. Zugelassen sind Pferde ab 4 Jahren. Diese müssen bei der EWU registriert werden. Hengste dürfen nicht vorgestellt werden.
Leistungsklasse LK3 Die LK3 ist die zweite Klasse, für die eine Leistung nach Punkten erforderlich ist. Reiter der LK3 können nicht in die LK4 zurück gestuft werden. Auf Antrag können Teilnehmer, die noch nicht in der LK5 oder LK4 gestartet sind, in die LK3 aufgenommen werden. Voraussetzung dafür die Mitgliedschaft in der EWU sowie das Westernreitabzeichen Klasse III (Bronze) oder Turniererfolge bei anderen Verbänden. In der LK3 werden diese Disziplinen angeboten: Trail, Pleasure, Horsemanship, Showmanship, Reining und Western Riding.Die Pferde (ab 4 Jahren) müssen bei der EWU registriert sein. Hengste dürfen von Erwachsenen vorgestellt werden, nicht aber von Jugendlichen der LK3.
Leistungsklasse LK2 Neben dem regulären Aufstieg über die LK3 können Reiter auf Antrag in die LK2 aufgenommen werden. Voraussetzung dafür sind die Mitgliedschaft in der EWU sowie der Besitz des Westernreitabzeichen Klasse II (Silber) oder Turniererfolge bei anderen Verbänden. Teilnehmer, die aufgrund von Ausnahmeregelungen in die LK2 aufgenommen werden, unterliegen aber den Regelungen der Zurückstufung. Reiter der KL2 werden in die LK3 zurückgestuft, wenn sie nicht innerhalb eines Kalenderjahres die erforderlichen Leistungspunkte erreicht haben oder sich auf Antrag freiwillig zurückstufen lassen. Zudem kann ein Antrag auf Klassenerhalt wegen besonderer Umstände gestellt werden. In der LK2 werden diese Disziplinen angeboten: Trail, Pleasure, Horsemanship, Showmanship, Western Riding, Superhorse, Reining, Jungpferde, Working Cowhorse, Cutting. Werden Klassen in Junior- und Seniorpferde geteilt, so dürfen Reiter der LK2A folgende Disziplinen nennen: Pleasure Junior/Senior, Trail Junior/Senior, Reining Junior/Senior, Western Riding Junior/Senior. Die Pferde müssen bei der EWU registriert sein. Hengste und Pferde ab 4 Jahren sind zugelassen und dürfen von Jugendlichen und Erwachsenen vorgestellt werden.
Leistungsklasse LK1 Die LK1 ist die höchste Leistungsklasse. Neben dem regulären Aufstieg über die LK2 können Reiter auf Antrag in die LK1 aufgenommen werden. Voraussetzung dafür sind die Mitgliedschaft in der EWU und Turniererfolge bei anderen Verbänden. Teilnehmer, die aufgrund von Ausnahmeregelungen in die LK1 aufgenommen wurden, unterliegen aber den Regelungen der Zurückstufung. Reiter der LK1 werden in die LK2 zurückgestuft, wenn sie nicht innerhalb eines Kalenderjahres die erforderlichen Leistungspunkte erreicht haben oder sich auf Antrag freiwillig zurückstufen lassen. Angebotene Disziplinen und startberechtigte Pferde wie in LK2.
[Bearbeiten] NRHA Germany
Die National Reining Horse Association Germany e.V. (Deutsche Reitervereinigung für Westerndressur) wurde im Februar 1987 gegründet. Der Verein setzte sich das Ziel, den Reining - Sport und die Zucht von Reining - Pferden zu fördern. Die NRHA Germany e.V. ist die bundesweit vertretene Organisation des Reining-Reitsports, der in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen hat - nicht zuletzt auf Grund der Anerkennung durch die F.E.I. (Federation Equestre Internationale).
[Bearbeiten] NCHA Germany
Bei der NCHA erfährt man alles was mit Cutting in Deutschland zu tun hat, Trainer, Ranches, Tuniere, Links zur NCHA USA usw.
[Bearbeiten] Krankheiten
[Bearbeiten] HYPP
Hyperkalemic Periodic Paralysis Disease (HYPP) ist eine Krankheit des Muskels, die Pferde und Menschen bekommen können. Sie wird durch einen erblichen genetischen Defekt, der ein Protein zerstört, das man Natriumionenkanal nennt, ein kleiner Durchgang in der Membrane der Muskelzellen. Der genetische Defekt stört das normale Öffnen und Schließen des Kanals, so daß unkontrolliert Natriumionen passieren können. Das verändert die Spannung der Muskelzellen und verursacht unkontrolliertes Zusammenziehen oder Entspannen des Muskels. Im Blut sind normalerweise hohe Konzentrationen von Kalium-Ionen, wenn der Ionenkanal gestört ist.
Was sind Folgen von HYPP?
Pferde mit HYPP können unvorhersehbare Lähmungsattacken, welche in starken Fällen zum Zusammenbruch und plötzlichen Tod des Tieres führen können. Die Todesursache ist dann meist Herz- oder Atemstillstand. Die Krankheit äußert sich durch Anfälle von Muskelzittern und Schwäche. Manchmal werden die Anfälle von Atemgeräuschen begleitet, die durch die Lähmung der oberen Luftwege verursacht wird. Die klinischen Symptome können sehr unterschiedlich sein. Pferde, bei denen ein Gen betroffen ist (H/N) sind meist weniger stark erkrankt als Pferde, bei denen beide Gene (H/H) betroffen sind. Bei idealer Versorgung des erkrankten Pferdes erscheinen keine Krankheitsanzeichen, aber Stress und/oder ein erhöhter Kalium-Ionen-Spiegel im Blut können die Symptome verstärken. Es ist ungeklärt, warum manche Pferde Symptome zeigen und andere nicht. Leider kann ein Pferd, das keine Symptome zeigt die Krankheit vererben und bei den Nachkommen kann sie dann wieder ausbrechen. HYPP ist ein Gen-Defekt, der durch Mutation entstand. Nicht, wie oft erzählt, durch Inzucht. Oft haben Pferde mit ausgeprägter Muskulatur die Krankheit, aber auch Pferde, deren Muskulatur gering ausgebildet ist können betroffen sein. Man hat bisher hauptsächlich bei Nachkommen des Hengstes Impressive diesen Gen-Defekt untersucht. Es wurde noch nicht erforscht, ob auch andere Blutlinien betroffen sind, eventuell ist eine ähnliche genetische Veränderung dort nicht so leicht feststellbar. HYPP wird dominant vererbt. Pferde können auf HYPP getestet werden. Nähere Informationen über den Test gibt es bei den Zuchtverbänden.
Was mache ich, wenn mein Pferd positiv getestet wurde?
Wenn das Pferd bislang keine Symptome gezeigt hat sollte man nichts in der Haltung und dem Umgang mit dem Pferd verändern. Wenn das Pferd Symptome zeigt sollte man im Notfall bei akuten Anfällen folgendes tum:
*
Bei einem leichten Anfall von Muskelzittern, wenn das Pferd noch gehen kann, sollte man mit dem Pferd leicht arbeiten (Schritt gehen oder Longieren). Dabei darauf achten, daß das Pferd nicht stolpert und fällt. Die Bewegung erhöht den Adrenalinspiegel, welcher den Kalium-Haushalt der Zellen reguliert.
*
Füttere Hafer oder Mail-Hafer-Flocken oder leichten Sirup um den Blutzucker zu erhöhen.
*
Bei stärkeren Anfällen muß der Tierarzt umgehend eine Infusion geben. Am besten macht der Tierarzt vorher eine Blutuntersuchung (sofort) auf Kalium und Muskelenzyme, um sicherzugehen, daß es sich um einen Anfall von HYPP handelt und nicht um etwas anderes, wie eine Kolik.
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Um die Anfälle zu kontrollieren sollte ein genaues Tagebuch über Fütterung und Arbeit geführt werden.
*
Fasten oder Wassermangel sollten auf jeden Fall vermieden werden.
* Die Pferde sollten besser auf einer Weide oder einem Paddock als im Stall stehen. Täglicher Auslauf hilft.
* Eine Kaliumarme Diät mit Alfalfa- und Gras-Heu oder Heu umd Hafer ist nötig. Vermeide aber einen plötzlichen Futterwechsel.
[Bearbeiten] Weblinks
- Deutsche Quarter Horse Association
- DQHA RG Baden-Wuerttemberg
- DQHA RG Bayern
- DQHA RG Berlin-Brandenburg
- DQHA RG Hessen
- DQHA RG Mitteldeutschland
- DQHA RG Nord
- DQHA RG Nordrhein-Westfalen
- DQHA RG Rheinland-Pfalz-Saarland
- DQHA RG Schleswig-Holstein

